Grič pri Klevevžu

Die Siedlung liegt auf einer Höhe von 226 Metern über dem Meeresspiegel und erstreckt sich entlang des Hangs des Hügels Homski hrib (380 m) über der Krümmung des Radulja Bachs. Jenseits des Radulja Bachs befinden sich die Weiler Slape und Kačja Rid, zwischen den beiden liegt die Burgruine Klevevž. In der Nähe betreibt die Landbaugenossenschaft einen Obstgarten. Im Gemäuer unter der Burg öffnen sich die beiden Höhlen Zgornja und Spodnja Klevevška jama. Aus der letzteren entspringt Thermalwasser (16 do 20°C). In Kostanovlje befindet sich die Höhle Ajdovska jama, in der prähistorische Töpferwaren gefunden wurden. Unweit von der Höhle befinden sich zwei Hügelgräber aus der Eisenzeit, weitere Hügelgräber findet man nördlich der Burg. Die Burg wurde 1267 erstmals erwähnt. Die Erbauer waren die Freisinger Bischöfe. Ende des 15 Jahrhunderts nahm sich ihrer auch der ungarische König Matthias Corvinus an. Ende des 17. Jahrhunderts wurde die Burg Besitztum des Klosters Sittich, welches sie kurz darauf an das Kloster Kostanjevica verkaufte. Später kam sie in staatlichen Besitz über und gelangte über die Lotterie in die Hände der französischen Familie Jombard und später mittels Heirat unter die Familie Ulm. Im 19. Jahrhundert wurde die Burg letztmals gründlich überarbeitet und bekam ein neoromanisches Aussehen. Die Burg wurde in der Zeit des 2. Weltkriegs niedergebrannt, heute sind im Rahmen des Besitzes der  Landbaugenossenschaft nur noch ihr Standort und die Überreste des Parks erhalten. Die Marienkirche im Weiler Slape wurde im 17. Jahrhundert von J. Moscon als Dank für den Sieg über die Osmanen erbaut. Der Glockenturm ist ein Überrest eines älteren Gebäudes, welches von M. Zadikar in die Gruppe der Kirchen mit den östlichen geprägten Glockentürmen gezählt wird. Kirchen mit Glockentürmen dieser Art waren einst vor allem im Gebiet Kärntens verbreitet, in Dolenjska aufgrund der Freisinger Besitztümer vor allem im Gebiet von Šmarjeta. Die barocke Altarausstattung ist aus dem 17. und 18. Jahrhundert, der Florianaltar stammt aus dem 19. Jahrhundert. Auf dem Kor befinden sich barocke Orgeln (positiv) von J. J. Eisl aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, im Presbyterium hängt ein Bild der Maria Empfängnis aus dem 17. Jahrhundert, welches der Malerwerkstatt von Charles Le Brun zugeschrieben wird. In der steinernen Pflasterung des Kirchenschiffes befindet sich die Grabplatte von J. Moscan.

 

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