Draga

Draga ist eine kleine Streusiedlung inmitten von Weinbergen und Obstbäumen am Fuße des Hügels Vinji vrh, am südlichen Ende des Höhenzuges Krško gričevje. In der Nähe der Ortschaft wurden Überreste einer römischen Straße und alter Gräber entdeckt. Die Filialkirche der Hl. Helena auf einem Felsvorsprung über dem Dorf mit einem einfachen einschiffigen romanischen Grundriss hat auf ihrer Außenfassade ein Fresko des Hl. Christopherus mit einer Spendenurkunde aus dem Jahr 1535 und einen "goldenen" Barockaltar aus dem Beginn des 18. Jahrhunderts.

 

Draga wurde erstmals im Jahre 1251 im Grundbuch von Klevevž erwähnt, die Kirche selbst viel später, erst im Jahre 1581 in der Bisanzio-Volkszählung. Als eine Filialkirche der Pfarre von Bela Cerkev wird sie auch in den Dokumenten von 1667 und 1677 aufgeführt. Darüber hinaus wurde sie auch von Johann Weikhard von Valvasor in seiner Kronik „Die Ehre des Herzogtums Krain“ aus dem Jahre 1689 erwähnt. Die Kirche wurde ebenfalls in den Schriften aus den Gorizia Archiven von 1753 und 1757 erwähnt.

 

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts war der Zustand der Kirche so schlecht, dass in ihr gar vier Jahre keine Messen abgehalten wurden. So wurden im Jahr 1869 größere Renovierungsarbeiten unternommen. Die Wände des Kirchenschiffs wurden  erhöht, ein neues Dach wurde gefertigt und das Schindeldach wurde durch ein Ziegeldach ersetzt. Auch der Kirchturm wurde gründlich renoviert. Im frühen 20. Jahrhundert war die Kirche wieder so vernachlässigt, dass wiederum keine Messen darin abgehalten wurden. Das Denkmalschutzamt erkannte damals die große Bedeutung der Architektur der Kirche der Hl. Helena, deswegen gab es dem Priester Anweisungen für die Reparatur. Damals wurde das Dach repariert, das Innere und Äußere der Kirche weiß gestrichen und der Altar renoviert. Auf die Ehrenpfortenwand wurden zwei große Engel mit Symbolen der Passion Christi gemalt. Das Kirchengebäude wurde erneut zwischen 1988-1998 einer gründlichen Renovierung unterzogen. In der Zwischenzeit hat sich bestätigt, dass die Kirche zu der Gruppe der romanischen Kirchen gehört, welche durch einen rechteckigen Grundriss mit einer flachen Decke im Langhaus und einer halbrunden Apsis geprägt sind.

 

Mit der Kirche ist auch eine urbane Legende verbunden, die besagt, dass die Kirche so alt ist, dass in ihr bereits der Hl. Kyrill und Method auf ihren Weg nach Rom eine Messe zelebrierten. Der Volksmund sagt auch, dass die Kirche von der Hl. Hemma gebaut wurde. Eine Soldatenbesatzung soll in der Römerzeit aus einem Wachposten, der in einem Bereich aufgestellt wurde, auf dem später im 17. Jahrhundert die Kirche der Hl. Helena gebaut wurde, die alte Römerstraße kontrolliert haben.

 

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